NHL-Saison 2026/27: Start, Modus, Favoriten und alle Deutschen im Überblick

The short version
- Die 110. NHL-Saison startet am 29. September mit fünf Spielen, darunter Carolina Hurricanes gegen Florida Panthers.
- Jedes der 32 Teams absolviert künftig 84 statt 82 Partien, die letzten Spiele vor den Playoffs laufen vom 6. bis 11. April 2027.
- Carolina Hurricanes ist Titelverteidiger; Colorado Avalanche, Florida Panthers und Edmonton Oilers gelten als Favoriten.
- Sieben Deutsche spielen in der NHL, Marco Sturm coacht die Boston Bruins.
- Zur NHL Global Series Germany 2027 kommen die Bruins nach München und die Oilers nach Köln.
Die 110. NHL-Saison beginnt am 29. September – mit fünf Auftaktspielen, einem neuen Modus, sieben deutschen Profis und der Global Series 2027 in Deutschland.
Die NHL eröffnet am 29. September ihre 110. Spielzeit. Zum Auftakt stehen fünf Abendspiele auf dem Programm, darunter die Begegnung zwischen Titelverteidiger Carolina Hurricanes und den Florida Panthers. In den vorangegangenen Wochen hatten sich die Klubs in der Preseason auf die neue Spielzeit eingestellt. Deutsche Fans können sämtliche Partien über die Streaminganbieter DAZN und Sky Sport im Rahmen kostenpflichtiger Abonnements verfolgen.
Für die Mannschaften ändert sich in dieser Saison der Spielplan: Jedes der 32 Teams absolviert künftig 84 statt 82 Partien. Die Regular Season endet im April 2027, die letzten Begegnungen vor den Playoffs sind für den 6. bis 11. April terminiert.
Die Aufteilung der Liga bleibt bestehen: Die Eastern und die Western Conference gliedern sich in jeweils zwei Divisions – Atlantic und Metropolitan im Osten, Central und Pacific im Westen – mit acht Klubs pro Division. Die drei besten Teams jeder Division erreichen die Playoffs, ergänzt um die zwei besten Wild-Card-Teams der Conference. Ab der Playoff-Runde gilt Best of seven, wer zuerst vier Siege einfährt, kommt weiter.
Nach dem Triumph der Vorsaison zählen die Carolina Hurricanes zum erweiterten Kreis der Anwärter auf den Stanley Cup. Höhere Titelchancen werden der Colorado Avalanche, den Florida Panthers und den Edmonton Oilers zugetraut. Edmontons Stürmer Leon Draisaitl aus Köln hat 2024 und 2025 zweimal das Finale gegen die Panthers verloren und peilt im dritten Versuch nun den ersten Stanley Cup seiner Karriere an.
Im Sommer vollzogen die Oilers zudem einen Wechsel auf der Trainerbank: Mike Babcock übernahm den Posten von Kris Knoblauch und soll den Klub zur Meisterschaft führen. Die Verpflichtung des 63-Jährigen sorgte für Kritik, nachdem Berichte über einen fragwürdigen Umgang mit Spielern sowie über seinen Führungsstil aufgekommen waren. Draisaitl zeigte sich von der Entscheidung angetan und begrüßte den neuen Coach.
Als möglicherweise beste Spieler der Welt gelten Connor McDavid und sein Edmonton-Kollege Draisaitl – ein Stanley-Cup-Gewinn fehlt dem Duo bis heute. Wesentlich weiter gebracht haben es Alex Ovechkin von den Washington Capitals und Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins: Ovechkin führt mit 929 Toren die ewige Torschützenliste der NHL an, Crosby fehlen noch 36 Tore, um die Torjägerbilanz der Franchise-Geschichte der Penguins anzuführen. Der 41-jährige Ovechkin und der 39-jährige Crosby stehen jeweils nur bis zum Saisonende unter Vertrag, sodass es die letzte Spielzeit zweier Ausnahmekönner sein könnte.
Ungeklärt ist die Zukunft von Dylan Larkin und Connor Hellebuyck: Beide Stars haben einen Wechsel von ihren Teams gefordert. Larkin führte bis vor Kurzem die Detroit Red Wings als Kapitän an. Hellebuyck hat bei den Winnipeg Jets dreimal die Vezina Trophy als Auszeichnung für den besten Torhüter der NHL erhalten.
In der neuen Saison stehen sieben Deutsche in der NHL, hinzu kommt mit Marco Sturm der Chefcoach der Boston Bruins. Im Einsatz sind Leon Draisaitl und Joshua Samanski (beide Edmonton Oilers), John-Jason Peterka (Boston Bruins), Moritz Seider (Detroit Red Wings), Tim Stützle (Ottawa Senators), Nico Sturm (Minnesota Wild) und Philipp Grubauer (Seattle Kraken). Während Draisaitl und Seider zu den Schlüsselspielern ihrer Mannschaften zählen, muss sich Samanski in Edmonton noch um einen festen Kaderplatz bemühen. Lukas Reichel gehört vorerst nicht zum NHL-Aufgebot der Bruins und beginnt die Spielzeit in der AHL.
Im Kalender steht außerdem die NHL Global Series Germany 2027. Dabei tragen die Boston Bruins zwei Partien in München aus, der Heimatstadt von John-Jason Peterka, während Leon Draisaitl mit den Oilers für zwei Spiele nach Köln reist. NHLPA-Geschäftsführer Marty Walsh erklärte, die Serie bringe mit Draisaitl und Peterka zwei der besten Spieler der Liga vor ihre heimischen Fans zurück und stärke die internationale Ausrichtung der NHL. Bereits 2011 hatte mit Christian Ehrhoff und seinen Buffalo Sabres in Berlin das bislang einzige NHL-Grundsaisonsspiel auf deutschem Boden stattgefunden.
Advertisement