Bühl-Tor sichert Bayern-Frauen den Sieg in Frankfurt – Gwinn verletzt

The short version
- 1:0 (1:0) für Bayern bei Eintracht Frankfurt durch Klara Bühl (18.) – der sechste Saisonsieg
- Frankfurt verpasst die Chance auf die Tabellenführung und steckt die erste Niederlage der Saison ein; Wolfsburg kann am Sonntag vorbeiziehen
- Giulia Gwinn verlässt nach einem Umknicken verletzt den Platz (linkes Sprunggelenk), bleibt aber für die Länderspiele eingeplant
- Deutschland trifft am Freitag auf Australien (20.30 Uhr/ZDF) und am 13. Oktober auf Japan (17.45 Uhr/Das Erste)
- 5.750 Zuschauer sahen die ausverkaufte Partie unter Schiedsrichterin Lutz (Poppenhausen)
Klara Bühl schoss Bayern zum 1:0 in Frankfurt – die erste Saisonniederlage der Eintracht. Die deutsche Kapitänin Giulia Gwinn verletzte sich am linken Sprunggelenk.
Der FC Bayern hat das Topspiel der Frauen-Bundesliga beim Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt mit 1:0 (1:0) für sich entschieden. Nationalspielerin Klara Bühl erzielte am Samstag in der 18. Minute den einzigen Treffer der Partie. Für die Münchnerinnen war es der sechste Saisonsieg; ohne Niederlage bleiben sie an der Spitze der Tabelle.
Für Frankfurt hätte ein Erfolg am Wochenende die Übernahme der Tabellenführung bedeutet. Stattdessen kassierte die Mannschaft gegen die bislang überlegene Elf der Liga die erste Niederlage der laufenden Bundesligasaison, obwohl die Defensive der Hessen über weite Strecken wenig zuließ und der Rückstand auf einen einzigen Fehler zurückging. Am Sonntag kann der VfL Wolfsburg an den Frankfurterinnen vorbeiziehen und sie auf den dritten Platz verweisen.
Zu Beginn fanden sich beide Teams ab, die erste Gelegenheit gehörte den Gastgeberinnen: Larissa Mühlhaus schloss vom Rand des Strafraums ab, Bayerns Torhüterin Ena Mahmutovic parierte (16.). In eine Druckphase der Frankfurterinnen mit mehreren Ecken fiel dann der Rückstand: Die Bayern konterten nach einer Eintracht-Ecke über nur drei Stationen, am Ende des schnellen Vorstoßes traf Bühl zum 0:1 (18.).
Die Eintracht brauchte anschließend Zeit, um den Rückschlag zu verdauen, und blieb bis zur Pause in der Offensive weitgehend harmlos. Erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit drohte erneut Gefahr, als Laura Freigang eine Flanke von Rebecka Blomqvist nur knapp verpasste.
Nach der Pause drängte Frankfurt auf den Ausgleich, Großchancen blieben zunächst jedoch aus. In der 60. Minute köpfte Freigang freistehend auf Mahmutovic, die den Ball festmachte. Auf der Gegenseite schloss die eingewechselte Linda Dallmann nach einem starken Einzelunternehmen ab; ihr abgefälschter Schuss strich knapp über das Tor (66.). Wenig später musste Frankfurts Schlussfrau Lina Altenburg eine eigentlich als Flanke gedachte Hereingabe von Franziska Kett aus dem Torwinkel lenken (74.).
In der Schlussphase fehlte dem Heimteam gegen den Spitzenreiter die Durchschlagskraft, sodass es beim knappen 0:1 blieb. Vor 5.750 Zuschauern im ausverkauften Stadion leitete Schiedsrichterin Lutz aus Poppenhausen die Begegnung; Gelbe Karten erhielten Östenstad (Frankfurt) und Dunst (Bayern).
Beim Sieger sorgte in der Schlussphase eine Verletzungsszene für Unruhe: Bei einem Laufduell knickte Giulia Gwinn mit dem linken Sprunggelenk um und humpelte nach kurzer Behandlung vom Platz. Auf der Bank wurde das Gelenk stark bandagiert. Die deutsche Kapitänin hatte in ihrer Karriere bereits mehrere Verletzungsrückschläge erlitten und steht für die anstehenden Länderspiele des DFB weiter im Plan.
Dort beginnt für die DFB-Frauen die Vorbereitung auf die WM 2027 in Brasilien (24. Juni bis 25. Juli). Am Freitag steht das Duell mit Australien an (20.30 Uhr, live im ZDF), am 13. Oktober folgt die Partie gegen Japan (17.45 Uhr, live im Ersten). Wück hatte am vergangenen Dienstag einen Kader aus 24 Spielerinnen für beide Spiele nominiert.
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