Frankreich vergibt gegen Italien Punkte: Zidanes Heimdebüt endet 1:1

The short version
- Frankreich und Italien trennen sich in der Nations League (Gruppe 1 der A-Liga) 1:1; Frankreich bleibt Tabellenführer.
- Michael Olise trifft per Freistoß (55. Minute), Alessandro Bastoni gleicht für Italien aus (68. Minute).
- Frankreich verpasst nach 1:0-Siegen in der Türkei und in Belgien den dritten Sieg im dritten Gruppenspiel.
- Dayot Upamecano sieht in der 86. Minute Gelb-Rot, Frankreich spielt in Unterzahl zu Ende.
- Gianluigi Donnarumma rettet in der Nachspielzeit mit einer Parade gegen Eduardo Camavinga das Remis.
Trotz eines Freistoßtors von Michael Olise kommt Frankreich im Stade de France nicht über ein 1:1 gegen Italien hinaus; Alessandro Bastoni gleicht für die Gäste aus.
Zinédine Zidane hat sein erstes Heimspiel als Trainer der französischen Nationalmannschaft nicht gewonnen. Am Freitagabend (02.10.2026) endete die Begegnung der Gruppe 1 der A-Liga der Nations League zwischen Frankreich und Italien im Stade de France mit 1:1 (0:0). Michael Olise brachte die Gastgeber in der 55. Minute in Führung, Alessandro Bastoni traf in der 68. Minute zum Ausgleich.
Für Frankreich ist es der erste Punktverlust der laufenden Gruppenphase. Nach den 1:0-Auswärtserfolgen in der Türkei und in Belgien steht die Mannschaft von Zidane nach drei Partien weiterhin an der Spitze, der dritte Sieg im dritten Spiel blieb jedoch aus.
Frankreich, das zumindest zu Beginn auf den am Knie verletzten Kylian Mbappé verzichten musste, bestimmte die Anfangsphase klar. Die Elf von Trainer Roberto Mancini ließ sich tief in die eigene Hälfte zurückdrängen und kam phasenweise nur auf rund 30 Prozent Ballbesitz. Die erste große Möglichkeit des Abends gehörte dennoch den Italienern: Nach einem der wenigen Konter passte Sebastiano Esposito am Fünfmeterraum auf Moise Kean, der aus allernächster Nähe an Torhüter Mike Maignan scheiterte.
Anschließend blieb Frankreich tonangebend und wurde zeitweise von zwei groben Fehlern Riccardo Calafioris begünstigt. Im Abschluss fehlte allerdings die Konsequenz: Ersatzkapitän Ousmane Dembélé, Olise, Desiré Doué und Rayan Cherki brachten Gianluigi Donnarumma im italienischen Tor kaum in Bedrängnis. Nach gut einer halben Stunde verpasste Davide Frattesi die Führung für die Gäste, als sein flacher Schuss aus acht Metern den bereits bezwungenen Maignan nur um Zentimeter am linken Pfosten verfehlte. Kurz darauf hatte Italien Glück, dass eine danebengegangene Flanke von Olise auf die Latte fiel.
Nach der Pause blieb das Geschehen zunächst einseitig, ehe Donnarumma zum ersten Mal entscheidend eingreifen musste. Einen Flachschuss von Doué aus 20 Metern lenkte der Schlussmann von Manchester City nur mit Mühe nach vorn; den Nachschuss von Dembélé vereitelte er mit sehr guter Stellung.
In der 55. Minute fiel die Führung dann per Freistoß von Bayern-Profi Olise. Donnarumma hatte sechs Akteure in der Mauer postiert, doch als der Schütze seinen Anlauf nahm, liefen die Italiener auseinander. Der Ball traf die Unterkante der Latte und landete im rechten Eck – Donnarumma war machtlos und deutete irritiert in Richtung seiner Vorderleute.
Auch in Führung blieb Frankreich fehleranfällig. Nach einer zunächst starken Abwehraktion von Dayot Upamecano verlor Lucas da Cunha ein Anspiel von Adrien Rabiot, der Ball sprang ihm einen Meter vom Fuß. Bastoni reagierte am schnellsten, eroberte das Leder und überwand Maignan nach einem Solo zum Ausgleich (68.).
In der Schlussphase drängten beide Teams auf den Siegtreffer. Rabiot verfehlte mit einem Schrägschuss nur knapp (75.), ehe Maignan zehn Minuten vor dem Ende einen Kopfball von Kean über die Latte lenkte. Ab der 86. Minute musste Frankreich in Unterzahl auskommen: Upamecano, der zuvor in einem Gerangel bereits Gelb gesehen hatte, erhielt nach einem harten Foul die Gelb-Rote Karte.
Die Überzahl führte für Italien nicht mehr zum Erfolg: Der eingewechselte Nicolo Barella schoss aus direkter Annahme deutlich über das Ziel, und in der Nachspielzeit verhinderte Donnarumma mit einer starken Parade gegen Eduardo Camavinga sogar noch eine Niederlage der Squadra Azzurra.
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