Kölner Haie unterliegen dem EHC München mit 2:4 – Defensive bleibt Schwachstelle

The short version
- Kölner Haie verlieren am Freitag zu Hause mit 2:4 gegen den EHC München
- 25 Gegentore in fünf DEL-Spielen sind der Höchstwert der Liga; dem stehen 21 eigene Treffer und sechs Punkte gegenüber
- Noebels trifft doppelt (23. Sekunde und 55. Minute per Powerplay); Thaler, Hede, Rieder und Ferguson treffen für München
- CHL-Bilanz: vier Siege aus vier Spielen – in der DEL nur ein vollwertiger Sieg
- Sonntag Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt (16.30 Uhr), Mittwoch CHL-Heimspiel gegen Herning Blue Fox (19.30 Uhr)
Die Kölner Haie verlieren auch ihr DEL-Heimspiel gegen den EHC München mit 2:4 – mit 25 Gegentoren in fünf Partien bleibt die Defensive das große Problem des KEC.
Der Fehlstart der Kölner Haie in die neue DEL-Saison geht weiter: Am Freitag unterlag der KEC in eigener Halle dem EHC München mit 2:4. Nach fünf Spieltagen stehen nur sechs Punkte zu Buche, dazu zwei klare Heimniederlagen – und vor allem eine Defensive, die zu viele Gegentore zulässt.
Die Partie begann für die Haie vielversprechend, denn Marcel Noebels traf nach 23 Sekunden zur Führung. Anschließend übernahm München das Kommando: Lucas Thaler (8., Powerplay) und Elis Hede (13.) brachten die Gäste in Front, das erste Drittel entschieden die Münchner nach Schüssen deutlich mit 19:5 für sich. Im Kölner Tor hütete erneut Janne Juvonen, der den verletzten Felix Brückmann vertritt.
Kurz nach Beginn des zweiten Abschnitts erhöhte Tobias Rieder auf 3:1 (21.). Nachdem die Haie kurzzeitig wieder Boden gutgemacht hatten, sorgte Brady Ferguson per Konter für das 4:1 (38.). Im Schlussdrittel verwaltete München seinen Vorsprung, ehe Noebels fünf Minuten vor dem Ende in Überzahl auf 2:4 verkürzte (55.). Berglund nahm Torhüter Juvonen für die letzten Minuten vom Eis und ging dabei ein Risiko ein – ein weiterer Kölner Treffer fiel jedoch nicht.
Kapitän Moritz Müller machte nach dem zweiten Drittel bei MagentaSport vor allem die Defensivarbeit verantwortlich: „Wir müssen deutlicher ansprechen, wie wir uns in der Rückwärtsbewegung verhalten. Wir müssen alle kollektiv besser sein.«
Die Zahlen unterstreichen Müllers Kritik: Nach fünf DEL-Spielen haben die Haie 25 Gegentore kassiert – mehr als jeder andere Klub der Liga, im Schnitt also fünf pro Partie. Die 21 eigenen Treffer fallen dagegen ordentlich aus.
Auch die bisherige DEL-Bilanz zeichnet ein wechselhaftes Bild. Zum Auftakt gab es eine 4:8-Heimpleite gegen die Grizzlys Wolfsburg, zwei Tage später ein 4:3 nach Verlängerung gegen die Löwen Frankfurt. Am zweiten Spieltagswochenende unterlag Köln den Eisbären Berlin mit 5:6 nach Penaltyschießen, ehe ein 6:4 gegen die Augsburger Panther gelang. In sieben von acht Pflichtspielen gab es mindestens einen Punkt – einen vollwertigen Sieg in der DEL aber nur einen.
Deutlich besser läuft es für den KEC auf europäischer Bühne: Die Anfang September begonnene Champions Hockey League brachte vier Partien und vier Siege. Gegen Red Bull Salzburg, Tappara Tampere und Frölunda Göteborg erzielten die Kölner jeweils fünf Tore.
Vor der Saison hatte Sportdirektor Matthias Baldys im WDR-Interview hohe Ansprüche formuliert. Nach dem Gewinn der Hauptrunde und dem Einzug ins DEL-Halbfinale in der vergangenen Spielzeit deutete vieles auf den Meistertitel als Saisonziel, auch wenn Baldys einschränkte, der letzte Schritt zum großen Traum in Köln sei der schwerste. Das Team sei ambitioniert und wolle eine wichtige Rolle spielen, betonte er. Nach dem Trainerwechsel von Kari Jalonen zum Schweden Thomas Berglund beginne man laut Baldys „wieder bei Null«. Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger sagte er, die Haie hätten gezeigt, dass sie mit ihrer Spielweise erfolgreich sein können.
Am Sonntag müssen die Kölner auswärts beim ERC Ingolstadt ran (16.30 Uhr), ehe am Mittwoch die Herning Blue Fox in der Champions Hockey League in Köln zu Gast sind (19.30 Uhr).
Advertisement